Zum Inhalt springen Menü

Sie sind hier:

Anwendungsnewsletter 5/2019

Feuchtigkeitsüberwachung mit M-Sens 2

Automatisierung der Wassereinspritzung in der Kaffeeherstellung

Die Anwendung

Bei der Herstellung von Lebensmitteln spielt in allen automatisierten Produktionsprozessen die Messtechnik eine wichtige Rolle. Mengen- und Beschaffenheitskontrollen von Zutaten liefern essentielle, kontinuierliche Parameter, die es ermöglichen, die hohen Qualitätsanforderungen hinsichtlich des Geschmacks, der Haltbarkeit und der Konsistenz einzuhalten.
Kaffee wird von vielen Menschen in großer Regelmäßigkeit konsumiert. Veränderungen im Geschmack werden demnach sehr schnell bemerkt und da dies oftmals als negativ empfunden wird, müssen Schwankungen im Geschmack vermieden werden. Das Beibehalten eines Geschmacksbereiches von Kaffee beginnt bereits beim Röstprozess. Die Temperaturbereiche der Röstverfahren stehen in direkter Abhängigkeit zum Feuchtegehalt. Daraus folgt, dass bei besserer Kenntnis der Feuchte während des Röstprozesses eine direkte Ableitung zur Qualitätsverbesserung erfolgen kann. Einer unserer Kunden verfolgte diesen Ansatz indem er eine Feuchtedetektion nach dem Endröster installierte. Speziell in diesem Prozessabschnitt kann mit Daten aus einer Online-Materialfeuchtemessung noch positiv Einfluss auf den Geschmack genommen werden.

Prozessdaten

Kunde: Kaffeeproduzent
Produkt: Kaffeebohnen
Feuchtigkeitsbereich: 3,5 % bis 5 %
Installation: Rutsche nach dem letzten Röstvorgang
Funktion: Steuerung der Wassereinspritzung in den Röster

Die Lösung

Der M-Sens 2 ist in der Lage, Materialfeuchten bis zu ca. 65 % im Prozess online zu erkennen und ein entsprechendes Signal dafür auszugeben.
Die Installation kann in verschiedenen Bereichen der Prozesse erfolgen, wie z. B. auf Förderbändern, in Siloausläufen, in Förderschnecken etc. Wichtig hierbei ist, dass das Material in einer möglichst gleichmäßigen Schicht über den Sensor geführt wird. Die Geschwindigkeit spielt hierbei keine Rolle.
Bei der beschriebenen Anwendung kann durch die Ermittlung der Feuchtigkeit bestimmt werden, zu welchem Zeitpunkt welche Menge in den Kaffeeröster eingespritzt werden muss.
Durch die automatische Steuerung der Wasserdosierung in Abhängigkeit des Feuchtesignals wurde der Herstellungsprozess im Hinblick auf Qualität und Geschmack sicherer und stabiler.

Der Anwendernutzen

  • Qualitätsoptimierung durch unmittelbare Signalisierung von Feuchteänderungen

  • Reduzierung von Fehlchargen

  • Wegfall der arbeits- und zeitaufwändigen Probenahmen und anschließenden Feuchteermittlungen im Labor